Zwei Tote nach Protesten im Iran

Präsident Trump meinte auf Twitter außerdem, dass viele iranische Bürger genug hätten von "der Korruption des Regimes und seiner Verschwendung des Reichtums der Nation zur Terrorfinanzierung im Ausland". Damals hatten Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad zum Präsidenten den Iran monatelang in Atem gehalten. "Das iranische Volk wird diese wertlosen und opportunistischen Bemerkungen der Amerikaner nicht beachten", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Samstag.

Ungeachtet einer Warnung des iranischen Innenministers an die Bevölkerung vor neuen "illegalen Versammlungen" hatten am Samstag Dutzende Studenten vor dem Haupteingang der Universität in Teheran gegen die Regierung demonstriert.

Bei den regierungskritischen Protesten im Iran sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden.

Seit Donnerstag kommt es in mehreren iranischen Städten zu Protesten gegen gestiegene Preise.

Der Iran hat die Unterstützung der USA für die Proteste im Land scharf verurteilt. Videos im Internet zeigten Hunderte Demonstranten bei einem Protest in der Pilgerstadt Qum. Der Grünen-Politiker Nouripour forderte die EU auf, Position zu beziehen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Zugleich waren nach Angaben des staatlichen Fernsehens in mehr als 1.200 Städten und Dörfern die alljährlichen Kundgebungen zur Erinnerung an das Ende der Unruhen von 2009 angemeldet. In eine ähnliche Kerbe schlug auch Präsidentenberater Hesamoddin Aschena. "Unterdrückerstaaten können nicht für immer Bestand haben", twittert er.

Anders hören sich Äußerungen von Regierungsmitgliedern an.

Iranische Medien berichteten von Protesten auch in Kaschan, Arak, Ahwas, Sandschan, Bandar Abbas und Kerman. Falls die Menschen Forderungen hätten, gebe es legale Kanäle, die zu beantragen. Janhangiri hatte gewarnt, dass die Proteste außer Kontrolle geraten könnten. "Anscheinend steckt etwas anderes dahinter", sagte Jahangiri. "Die Polizei und die Sicherheitskräfte gaben keine Schüsse ab", erklärte Vize-Gouverneur Habibollah Khojastehpour. Doch die Wirtschaft erholt sich nur langsam, und die Arbeitslosigkeit im Iran ist weiterhin hoch.


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