Airbus bietet China A380-Arbeitspakete an

Neu-Bestellungen gibt gibt es zunächst nicht.

Ein Airbus-Manager wird den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf seinem Staatsbesuch in China begleiten.

Airbus wird vorschlagen, die Produktionsmenge seines Flugzeuges A320 in seinem Endmontagewerk in Tianjin zu erhöhen.

Peking/Paris - Airbus stellt künftig mehr Mittelstreckenjets in China her und zeigt damit auf seinem wichtigen Absatzmarkt Flagge. Ab Anfang 2020 sollen es dann sechs Maschinen pro Monat sein, teilte der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Dienstag in Toulouse mit.

Der Vertragswert wird auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar (8,3 Milliarden Euro) geschätzt und wird eine Mischung aus Flugzeugen mit nur einem Gang und Flugzeugen mit zwei Mittelgängen umfassen. Macron sprach bei einer Pressekonferenz in Peking mit Blick auf den Luftfahrtsektor allgemein von einer "Bestätigung von Mengen", ging dabei aber nicht ins Detail.

Seit der Einweihung des Werkes im Jahr 2008 bis Ende Dezember 2017 sind in Tianjin insgesamt 354 A320-Flugzeuge endgefertigt worden.

Zuvor hatten Bloomberg und die "Financial Times" berichtet, dass Airbus China auch an der Produktion des weltgrößten Passagierjets A380 beteiligen wolle.

Auf dem chinesischen Markt fliegt nur die Fluggesellschaft China Southern Airlines fünf Flugzeuge der A380.

Potenzielle neue Aufträge für den A380 werden die trüben Aussichten des weltweit größten Passagierflugzeuges erhellen. Der Flieger verkaufte sich in den vergangenen Jahren kaum noch.

Erst im vergangenen Juli hatten Airbus und die China Aviation Supplies Holding Company (CAS) in Berlin einen Rahmenvertrag für die Lieferung von 140 Flugzeugen nach China in den nächsten Jahren abgeschlossen.

Chinas Luftverkehr wächst rasant und wird nach Airbus-Prognosen 2024 an den Vereinigten Staaten vorbeiziehen. In dem Werk mit der Endmontage der A320 werden seitdem auch A330 lackiert, ausgestattet, getestet und ausgeliefert.


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