Continental prüft offenbar "alle Optionen" für einen Umbau

Der deutsche Autozulieferer Continental prüft nach Aussagen eines Insiders alle Optionen für einen Konzernumbau.

Von Banken seien dem Unternehmen dazu in den vergangenen Monaten zahlreiche Vorschläge unterbreitet worden, sagte eine mit den Vorgängen bei dem Dax-Konzern aus Hannover vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Mit einer Aufspaltung würde Conti dem Beispiel von Zulieferern wie Delphi und Autoliv folgen.

Angesichts des Wandels der Autobranche hin zu Elektroautos hatte Conti bereits vor einem Jahr eine Neuausrichtung des Geschäftsfelds für Verbrennungsmotoren angekündigt. Weil mit immer weniger Nachfrage nach Neuentwicklungen in Mechanik und Hydraulik gerechnet wird, sollen die Investitionen schrittweise zurückgefahren werden. Schon damals war auch über eine Herauslösung der Sparte aus dem Konzern nachgedacht worden.

Den Insidern zufolge könnte ein mögliches Szenario der Aufbau einer Dachgesellschaft und ein separates Aktienlisting der profitableren Geschäftsbereiche sein. Es gebe eine Menge Spielarten.

Die Conti-Aktie sprang zeitweise um bis zu 7 Prozent an und notiert gegen 15:30 Uhr mit 250,30 Euro noch gut 5 Prozent im Plus. Diskutiert werde auch eine Aufspaltung, hieß es unter Berufung auf Insider. Ein Continental-Sprecher und wollte den Bericht nicht kommentieren und sprach lediglich von "Spekulationen". Für 2018 stellte das Management um Konzernchef Elmar Degenhart einen Umsatz von 47 Milliarden Euro in Aussicht.


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