Nur zwei Kandidaten für Häupl-Nachfolge

"Michael Ludwig gegen Andreas Schieder" lautet das vermeintliche Duell um den Bürgermeister-Posten Wiens.

Die Frist für Bewerbungen für die Häupl-Nachfolge lief am Freitag um 23.59 Uhr ab. Neben Ludwig und Schieder bewarben sich fünf weitere Personen, die allerdings von der Kommission nicht auf den Wahlvorschlag gesetzt wurden, da vier davon nicht Mitglieder der SPÖ seien und einer die Parteimitgliedschaft nur für die Bewerbung beantragt habe. Dafür soll er seinen "bedingten Wiedereintritt" in die Partei erklärt haben.

Die Gewerkschaft, die bei der Kür des SP-Chefs ein gewichtiges Wort mitzureden hat - die Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) stellen 120 Delegierte auf dem Parteitag - steht offenbar mehrheitlich hinter Ludwig. Jänner werden daher diese beiden Namen auf dem Stimmzettel stehen. Eine interne Abstimmung im Präsidium habe eine "klare Mehrheit" für Ludwig ergeben, bestätigte der Wiener FSG-Chef Christian Meidlinger am Montag gegenüber der APA entsprechende Berichte von "Kurier" und "Presse". Wobei Meidlinger betont: "Beide Kandidaten haben sich bei ihrer Präsentation vor der Gewerkschaft hervorragend geschlagen". Jänner 981 Delegierte an einem Sonderlandesparteitag. Sein Amt als Bürgermeister will Häupl danach in der ersten Hälfte 2018 übergeben - mehr dazu in Häupl übergibt Parteivorsitz am 27. Stimmten zwei Drittel der Delegierten dafür, wäre ein möglicher Überraschungskandidat plötzlich mittendrin im Rennen um die Häupl-Nachfolge. Dies teilte die Wiener SPÖ am Montag offiziell mit. Die Hürde dafür ist jedoch hoch: Ein Bewerber bräuchte eine Zweidrittelmehrheit der rund 1.000 Delegierten, um überhaupt zur Abstimmung zugelassen zu werden.

"Natürlich sind es zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, da muss man sich entscheiden, was man meint, was besser ist für die Zukunft der Stadt und natürlich für die Zukunft der Wiener Sozialdemokratie". Das werden die Delegierten entscheiden", sagte er im "Wien heute"-Interview".


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