Schneemassen: Zermatt von der Außenwelt abgeschnitten

Rund 13.000 Touristen sitzen deshalb in der Gemeinde fest. In Italien sind deswegen zahlreiche Straßen gesperrt, laut italienischen Medien sind etwa 5000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Dort kam es am Dienstagmorgen auch zu Stromausfällen.

Die Walliser Behörden gaben Warnhinweise an die Bevölkerung aus. Am Montag gingen in den Vispertälern bereits mittlere und grosse Lawinen nieder. Paradoxon des Wintersports: Selbst zum Skifahren liegt derzeit zuviel Schnee, die Pisten sind wegen Lawinengefahr gesperrt.

"Wir haben diese Gefahrenstufe 5 schon seit neun Jahren nicht mehr benutzt", sagt Lukas Dürr vom SLF. "Die Bevölkerung im Dorf ist sicher". Die Lawinen seien keine akute Gefahr für die Gäste. "Erst danach wir abschätzen, wann die Strasse und die Bahn wieder geöffnet werden können". Am Morgen fiel zeitweise der Strom aus. So konnten Informationen zur aktuellen Lage erst am Mittag auf der Webseite von Zermatt-Tourismus veröffentlicht werden. Dies gilt neben Zermatt auch für Dörfer im Saastal, für Gondo, Simplon-Dorf, Zinal, Arolla sowie für Weiler des Val d'Anniviers, des Val d'Hérens und des Val d'Entrement. Wind und Nebel verhinderten Überflüge zur Beurteilung der Lage. Der Föhn brachte im südlichen Wallis vom Grossen St. Dadurch fiel ein grosser Teil des Niederschlags in Form von Schnee, wie MeteonNews mitteilte. Im liechtensteinischen Balzers kletterte das Thermometer laut Meteonews am Montagnachmittag auf 17,6 Grad, in Altdorf war es 17,5 Grad warm.

Nach heftigen Schnee- und Regenfällen steigt in mehreren Alpenregionen die Lawinengefahr. In den kommenden 24 Stunden muss stellenweise mit weiteren 50 bis 100 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden.


Beliebt

VERBINDEN