Schweizer Notenbank erwartet Rekordgewinn von 54 Milliarden Franken

Neben der Abwertung des Frankens im Vergleich zum Euro profitierte die Notenbank von der guten Entwicklung der Aktienmärkte. Gemäss der derzeit gültigen Vereinbarung zwischen dem Eidgenössischen Finanzdepartement und der SNB können der Bund und die Kantone für 2017 nicht nur mit einer ordentlichen Gewinnausschüttung von 1 Mrd. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Ausschüttung 1,5 Milliarden Franken. Franken geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone.

Die SNB hat ihren Gewinn damit innerhalb von zwölf Monaten beinahe verdoppelt. Nicht genug damit, dass die globalen Börsen um 15 bis 20% zulegen konnten. Hinzu kam, dass sich der Franken 2017 gegenüber dem Euro um fast 9% abwertete: Hatte der Franken zum Jahresbeginn gegenüber dem Euro noch bei 1.07 notiert, kostete ein Euro zum Jahresende zirka Fr. 1.17. Zwar betrachtet die SNB den Franken noch immer als hoch bewertet. Entsprechend schwierig dürfte es werden, den Gewinn auf diesem hohen Niveau zu halten. Der Löwenanteil der Überschüsse von 49 Milliarden Franken entfiel auf Fremdwährungspositionen. Franken. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3 Mrd.

Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird rund 5,0 Mrd. Sie erhalten die maximal zulässige Ausschüttung.

Der ungewöhnlich hohe Gewinn der Notenbank ist eine Folge des jüngsten Kursrückgangs des Schweizer Franken im Verhältnis zum Euro.

Einem privaten Anleger würde man angesichts der satten Buchgewinne wohl raten, einen Teil der Gewinne zu realisieren, also Devisen abzustossen. Im Falle der SNB ist die Sache aber komplexer. Dies hat den Wert der SNB-Fremdwährungsreserven erhöht, die sie im Zuge der Interventionen zur Schwächung des Frankens aufgebaut hat. Mit der Maßnahme wurde ein zu starker Anstieg des Franken verhindert.


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