Verurteilter VW-Manager wehrt sich gegen fristlose Kündigung

Nach seinem Verständnis habe er sich zu jeder Zeit loyal gegenüber Volkswagen verhalten, teilte sein Arbeitsrechtsanwalt dem BR zudem mit.

Dezember hatte ein Gericht in Detroit Schmidt zu sieben Jahren Gefängnis und zu einer Geldstrafe in Höhe von 400.000 US-Dollar verurteilt - wegen seiner eingestandenen Verwicklungen in den Diesel-Skandal. "Die Klage liegt beim Arbeitsgericht Braunschweig vor", bestätigte eine Gerichtssprecherin. Das Kündigungsschreiben soll ihm Berichten zufolge per Boten ins Gefängnis zugestellt worden sein. "Herr Schmidt hält die Kündigung für rechtswidrig", sagte sein Arbeitsrechtsanwalt dem BR, der zum jetzigen Zeitpunkt namentlich nicht genannt werden möchte. Der Bayerische Rundfunk zitiert Schmidts Anwalt mit den Worten: "Herr Schmidt hat ausschließlich im Rahmen der ihm von Volkswagen erteilten arbeitgeberseitigen Weisungen gehandelt". Für VW könnte eine neuerliche Aufarbeitung der Abgas-Manipulationen jedoch womöglich unangenehme Folgen haben. Ein Termin für die Güteverhandlung stehe noch nicht fest. Volkswagen hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Kündigung Schmidts im Dezember mitgeteilt, grundsätzlich gelte, dass bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten, zumal im Falle strafgerichtlicher Verurteilungen, zwingend auch arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft werden müssten. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August für schuldig bekannt - wohl in der Hoffnung, dadurch einer harten Bestrafung zu entgehen. Im September 2015 hatte Volkswagen nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftlern eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil Abgastests manipuliert zu haben.


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