Geplante Obsoleszenz: Frankreichs Justiz ermittelt gegen Apple wegen verlangsamter iPhones

Die bereits am vergangenen Freitag eingeleitete Untersuchung sei der Wettbewerbsbehörde DGCCRF übergeben worden, wie die Justizkreise weiter berichteten.

Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen möglicher Verbrauchertäuschung und programmierter Obsoleszenz eingeleitet. Die Ermittlungen gehen auf eine Klage des Verbandes Halte à l'obsolescence (HOP) zurück, der sich dem Kampf gegen geplante Obsoleszenz verschrieben hat.

Das iPhone 6s wird bei schwachem Akku langsamer. Das Unternehmen äußerte sich auf AFP-Anfrage zunächst nicht zu den Ermittlungen. Hintergrund ist der Vorwurf einer absichtlichen Verkürzung der Lebenszeit von Elektronikprodukten. Der eingebaute Verschleiß ist in Frankreich strafbar.

In Frankreich werden Unternehmen, die die Lebensdauer ihrer Produkte absichtlich verkürzen oder Maßnahmen ergreifen, die dafür sorgen, dass sie schneller ersetzt werden, mit Geldbußen von bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes bestraft. Bei Apples Umsatz von 229 Milliarden Dollar im Fiskaljahr 2017 könnte das theoretisch bis zu 11,45 Milliarden Dollar entsprechen.


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