Mögliches Ende für Assanges Botschaftsasyl: Ecuador will Vermittlung

Die Diplomaten sind mit ihrer Geduld am Ende: Seit bald acht Jahren blockiert Julian Assange einen Raum in der Londoner Botschaft Ecuadors.

Seit Mittwoch wird der Australier mit der Nummer 1729926483 im Zivilregister des südamerikanischen Landes geführt. Was die Registrierung für den juristischen Konflikt um Assange bedeutet, ist noch unklar. Außenministerin María Fernanda Espinosa betonte in Quito, man stehe deswegen in "ständigem Kontakt" mit der britischen Regierung. Die Regierung von Ecuador plant nun ein Vermittlungsverfahren, um sein "Botschaftsasyl" zu beenden.

Um Assange letztlich doch zum Verlassen der Botschaft zu bewegen, sucht die Regierung in Ecuador nach einer einvernehmlichen Lösung, mit der der mittlerweile 46-jährige Internetaktivist ebenso leben kann wie die britischen Behörden.

Für die Vermittlung komme entweder eine Person oder ein Drittland in Frage. Assange war von dem linksgerichteten Präsidenten Rafael Correa das Asyl aus humanitären Gründen gewährt worden. Zunächst hatte er in der Botschaft Schutz vor einer Auslieferung nach Schweden gesucht. Assange fürchtet im Fall seiner Verhaftung, in die USA ausgeliefert zu werden. Washington macht ihn für die Veröffentlichung von geheimen US-Dokumenten aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak über die Plattform Wikileaks verantwortlich.


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