Olympia-Start ungewiss: Die Leiden des Ole Einar Björndalen

Ole Einar Björndalen kämpft verbissen um die Olympia-Norm. Seinen Start im Sprint bei den norwegischen Meisterschaften am Donnerstag müsse der 32-Jährige wegen einer Erkältung absagen, sagte sein Trainer Stig Rune Kveen am Mittwoch. Im Gesamtweltcup ist er nur 40. In der Oberhof-Staffel wurde er aber gar nicht mehr aufgestellt, obwohl er laufen wollte.

Ursprünglich wollte der Rekordweltmeister und Rekord-Weltcupsieger nach der Heim-WM 2016 in Oslo seine Karriere beenden. "Ich glaube, dass ich weiter an der Spitze dabei sein kann", hatte er damals erklärt. Einzig beim Staffelsieg in Hochfilzen überzeugte er. Zwei Jahre später sieht's anders aus. Doch eine Sonderbehandlung erhält auch die Ikone nicht. "Es gibt keinen Freifahrtschein für ihn", sagte Norwegens Biathlon-Sportchef Per Arne Botnan: "Wenn er außer Form ist, bezweifle ich, dass er zu den Olympischen Spielen fahren wird". Der Norweger verpasste im Einzelrennen von Ruhpolding als 42. die letzte Chance zur Qualifikation. Für die Olympia-Norm muss er zwei Mal unter die Top Zwölf oder einmal unter die Top sechs laufen.

Am Weltcup in Antholz in der kommenden Woche nehmen die norwegischen Olympia-Teilnehmer nicht mehr teil, da sie sich dann schon auf die Wettbewerbe in Südkorea vorbereiten.

Mit seiner für Olympia längst qualifizierten Frau Darja Domratschewa bestritt Björndalen die Vorbereitung komplett außerhalb des Teams. Teamkollege Bö hofft dennoch, dass "König Ole" in Pyeongchang ab 9. Februar dabei sein wird und meinte: "Olympia ohne Ole ist kein Olympia".


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