Software-Entwickler verklagt Google nach Kündigung wegen Sexismus

Ein ehemaliger Google-Entwickler geht in den USA juristisch gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber vor. Es werde ein Prozess wegen Diskriminierung angestrebt, teilten die Anwälte des ehemaligen Software-Entwicklers James Damore mit. Neben Beschwerden über die Antidiskriminierungsrichtlinien des Konzerns stellte der Absolvent der Eliteuniversität Harvard darin eine zweifelhafte These auf: Der Grund für den geringen Frauenanteil im IT-Bereich oder in Chefetagen sieht er weniger im ausgeprägten Sexismus der Branche oder in soziologischen Gründen, sondern vielmehr in angeblichen biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Er fühlt sich wegen seiner Ansichten diskriminiert, denn das Unternehmen verfolge bei der Einstellung neuer Mitarbeiter illegalen Quoten. Sie würden deshalb "geächtet, schlecht gemacht und bestraft".

Wegen sexistischer Äußerungen über Frauen in der Technologiebranche wurde er von Google gefeuert. Diese Unterschiede könnten erklären, warum Frauen in der Technologiebranche und in Führungspositionen unterrepräsentiert seien.

In dem Essay schrieb Damore, Frauen seien "offener gegenüber Gefühlen und gegenüber Ästhetik" und besser in künstlerischen oder sozialen Arbeitsbereichen aufgehoben, während Männer über "natürliche Fähigkeiten" verfügten, wie man sie als Programmierer benötige. Mitkläger ist ein weiterer Entwickler, der Google Ende 2016 verlassen hat.


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