Städte am Rhein erwarten Rückgang des Hochwassers

Im Duisburger Hafen hatten bis gestern Mittag über 100 Schiffe angelegt, davon rund 70 wegen des Hochwassers. Am Dienstag könnte der Pegel in Trier bereits unter sieben Metern liegen: "Dann wird voraussichtlich auch die Schifffahrt wieder möglich sein". Die Schifffahrt auf der Mosel lief schon gestern nach mehrtägiger Zwangspause wieder an.

Die Wasserstände von Main, Iller und Donau in Bayern fallen bereits, wie der dortige Hochwassernotdienst meldet. "Die Schifffahrt ist wieder freigegeben", erklärte die Revierzentrale Oberwesel am Mittwochmorgen.

In Koblenz, wo die Mosel in den Rhein fließt, wurde laut Feuerwehr am Dienstag der dritte Abschnitt der fast vier Kilometer langen mobilen Hochwassermauer abgebaut. In der Nacht zum Montag war der Pegelstand in Trier unter die Acht-Meter-Marke gefallen, wie das Hochwassermeldezentrum Mosel mitteilte. Für die kommenden Tage werde mit weiterer Entspannung gerechnet, obwohl die Pegelstände nur langsam sänken. Doch so hoch stieg der Rhein nicht an.

Die Höchststände werden nun für die Metropolen am Niederrhein für Montag erwartet. Eine erste Bilanz der Feuerwehr, die die Wand aufgebaut hatte, fällt positiv aus. "Das Hochwasserereignis wurde ohne Störungen gemanagt", sagte gestern der Vorstand der Kölner Stadtentwässerungsbetriebe, Otto Schaaf. Die Anwohner seien glücklich: "Sie hätten sonst nasse Füße bekommen und hätten Sachen wegräumen müssen."Die Mauer schützt drei Stadtteile". Mehrere Strecken blieben allerdings auch am Dienstag verkürzt. Nun soll sich die Lage wieder entspannen. Auch am Rhein ging der Wasserstand stellenweise zurück, nachdem in der Nacht zum Montag im Rheingau noch ein Höchststand von rund fünf Metern gemessen worden war. "Unsere Leute können endlich wieder ruhen", sagte ein Sprecher in Wiesbaden. Das waren 20 Zentimeter weniger als noch am Montagmorgen.

Der Rhein war seit Tagen angeschwollen und hatte in den Städten und Gemeinden ufernahe Straßen, Landungsstege und Wiesen überflutet.

Am Wochenende hatte das Hochwasser viele Anwohner auf Trab gehalten. Überflutungen habe es in Rheinland-Pflaz vor allem an der Mittelmosel gegeben. "Wir fangen jetzt langsam an mit dem Saubermachen", so der Bürgermeister von Ürzig im Kreis Bernkastel-Wittlich, Arno Simon, am Montag. "So sind wir noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte Simon.


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