Steve Bannon verlässt Portal "Breitbart News"

Steve Bannon, der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, verlässt das rechtsgerichtete Internetportal Breitbart News. Dies teilte der Unternehmenschef der Website, Larry Solov, am Dienstag mit. Er war dort zuletzt Herausgeber.

Bannon war wegen ihm zugeschriebener kritischer und abfälliger Zitate über Trump und dessen Familie in einem Enthüllungsbuch in den vergangenen Tagen massiv unter Druck geraten. Trumps ehemaliger Berater spricht im Buch im Zusammenhang mit der Russland-Affäre von Verrat. Am Montag hatte das Weisse Haus erklärt, trotz des Bedauerns habe Bannon derzeit keine Chance auf eine Rückkehr ins Weisse Haus.

Am Wochenende hatte Bannon ausführlich sein Bedauern geäußert, die Äußerungen inhaltlich aber nicht bestritten. Auch die Milliardärsfamilie Mercer hatte nach Bannons Äußerungen erklärt, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen. Unter anderem soll er demnach Trumps ältestem Sohn Donald Trump junior vorgeworfen haben, sich bei einem Treffen mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs "verräterisch" und "unpatriotisch" verhalten zu haben.

Bannon hatte Breitbart 2016 zunächst verlassen, um für Trumps Wahlkampfteam zu arbeiten. Er galt als ein entscheidender Faktor für Trumps Wahlsieg im November.

Bannon selbst zeigte sich in einer knappen schriftlichen Erklärung "stolz" darauf, dass es dem Breitbart-Team gelungen sei, eine "Nachrichten-Plattform von Weltklasse" zu produzieren.


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