WPA3-WLAN kommt noch dieses Jahr

Im vergangenen Oktober sorgte eine "Krack " getaufte Attacke auf WPA2 für Unruhe, über die sich Angreifer in eine verschlüsselte WLAN-Kommunikation einklinken und diese mitlesen konnten. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass im geplanten WPA3 die Verschlüsselung von 128 Bit auf 192 Bit erweitert wird, um Brute-Force-Entschlüsselung mit leistungsfähiger Hardware auch für die kommenden Jahre auszuschließen. Ein weiteres Feature soll die Privatsphäre der Nutzer in offenen Netzwerken durch eine individualisierte Datenverschlüsselung stärken. Das Firmenkonsortium Wi-Fi Alliance, das Geräte mit Funkschnittstellen zertifiziert, legte im Rahmen der Technik-Messe CES 2018 (9. bis 12. Februar) in Las Vegas den neuen Standard WPA3 mit frischen Sicherheitsfunktionen vor. Ein genauer Zeitplan steht aber offenbar noch nicht fest.

In dem neuen Standard wurden vier neue Funktionen definiert. Geräte, die das neue Protokoll WPA3 unterstützen, sollen noch 2018 auf den Markt kommen. Deren vier nannte die Wi-Fi Alliance in ihrer Ankündigung, ohne jedoch allzu sehr ins Detail zu gehen.

Ein neues Protokoll für die Verschlüsselung von drahtlosen Datennetzwerken soll die Sicherheit von WLAN deutlich erhöhen.

Einerseits sollen zwei neue Schutzmechanismen dafür sorgen, dass Passwörter besser geschützt werden, auch dann, wenn diese nicht gängigen Sicherheits- und Komplexitätsempfehlungen entsprechen. Zweitens soll der Prozess der Konfiguration der Sicherheit für Geräte vereinfacht werden, die über keinen Bildschirm verfügen. Wie das im Detail funktionieren soll, ist allerdings noch nicht bekannt. Schließlich soll WPA3 ermöglichen, Wi-Fi-Netzwerke auch in Bereichen zu betreiben, in den erhöhte Sicherheitsanforderungen bestehen, etwa bei Regierungseinrichtungen, dem Militär oder in sensiblen Bereichen in Unternehmen.


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