Biathleten Schempp und Lesser für Ruhpolding-Weltcup fit

Auch ihre Kolleginnen können vor Heimpublikum nicht glänzen. "Ich kann es mir nicht erklären".

"Ich weiß nicht genau, was da passiert ist", sagte Dahlmeier über ihr drittes Schießen, bei dem sie sich mit drei Fehlern um alle Siegchancen brachte. "Ich muss das abhaken und will mich auf die nächsten Rennen konzentrieren", sagte die Bayerin. Der Sieg ging an die Italienerin Dorothea Wierer. Die Finnin Kaisa Mäkäräinen (1) sicherte sich vor Rosanna Crawford (0) aus Kanada den zweiten Platz. Die Kanadierin feierte damit ihr erstes Podest - und wurde im Ziel von ihren jubelnden Teamkameradinnen empfangen.

Ruhpolding.Die 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen Laura Dahlmeier landete im Weltcup-Einzel über 15 Kilometer nur auf dem 48.

Auch im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) warnte Hönig vor zu großen Erwartungen an die Fünffach-Weltmeisterin des vergangenen Jahres.

Bis dahin wird es einiges zu besprechen geben, wie ein enttäuschter Bundestrainer Gerald Hönig bereits ankündigte.

Dahlmeier selbst hatte die vorsichtige Kritik an ihren Leistungen hingegen äußerst gelassen hingenommen. "Alles in allem bin ich jetzt wieder im Plan". Dies deutete sie am Donnerstag aber nur eine knappe halbe Stunde an, als sie nach zwei fehlerfreien Schießen auf Siegkurs gelegen hatte. "Doch dann steht sie vom Krankenbett auf, läuft geschwächt die Rennen und ist auf Anhieb in der Lage, unter die Top-15 zu kommen", sagte Hönig: "Es zeigt doch auch die Besonderheit einer Athletin, wenn sie nach einer Erkrankung sofort wieder in Richtung Weltspitze angreifen kann". Gute Ansätze haben unter anderem Denise Herrmann und Franziska Preuss in der Staffel gezeigt, Laura Dahlmeier und Franziska Hildebrand gelten ebenso als starke Schützinnen, während Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt noch etwas die Konstanz am Schießstand fehlt. Warum alle deutschen Frauen allerdings so schlecht schossen, wisse sie nicht, meinte Hildebrand: "Ich war zu ängstlich und zögerlich". Dort wird das DSV-Quartett in der gewohnten Formation mit Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp antreten. In der ChiemgauArena stehen bis Sonntag noch die Staffeln und die Massenstart-Rennen auf dem Programm. Roman Rees, der am Mittwoch auf den vierten Rang gestürmt war und die Olympia-Norm erfüllte, hat das Nachsehen.


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