Deutsche Wirtschaft legt zu

Damit liegt das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre.

Ökonomen trauen der deutschen Wirtschaft auch im laufenden Jahr ein kräftiges Wachstum von mehr als zwei Prozent zu. Das Bruttoinlandsprodukt legte nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 2,2 Prozent zu - und stieg damit so stark an wie seit 2011 nicht mehr.

Der deutsche Staat nahm 2017 das vierte Mal in Folge mehr Geld ein als er ausgab.

Die deutsche Wirtschaft hat 2017 so stark zugelegt wie seit 2011 nicht mehr. Rekordbeschäftigung und steigende Reallöhne stützen die Kauflaune der Verbraucher, während die anziehende Weltkonjunktur gute Geschäfte für die Exporteure verspricht. In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt - ein Plus von 6,5 Prozent zum Vorjahr. Der Überschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen lässt sich auf die seit Jahren florierende Konjunktur und die anhaltend niedrigen Zinsen zurückführen. Schon in den vergangenen Jahren war das BIP deutlich gestiegen: 2016 um 1,9 Prozent und 2015 um 1,7 Prozent. "Die deutsche Wirtschaft brummt", brachte es jüngst ifo-Präsident Clemens Fuest auf den Punkt. Der Staat kommt dadurch am Kapitalmarkt billiger an Geld. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten 2,3 Prozent Wachstum prognostiziert. Ein, wenn auch minimales, Defizit hatte Deutschland zuletzt 2013 verbucht. Laut Statistischem Bundesamt wuchs die Wirtschaftsleistung in den 50er Jahren in Westdeutschland im Durchschnitt mit 8,2 Prozent, in den 60ern mit 4,4 Prozent und in den 70ern noch mit 2,9 Prozent.


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