Frankreich nimmt Apples iPhone-Drosselung unter die Lupe

Der günstige Akkutausch ist nämlich das dritte Sorgenkind in diesem Falle, da Apple seit seiner Entschuldigung und einem damit verbundenen deutlich vergünstigten Tausch viel Kritik einstecken muss. Vor eineinhalb Wochen leitete die französische Justiz Vormermittlungen gegen den japanischen Druckerhersteller Epson wegen einer solchen "geplanten Obsoleszenz" ein.

Auch gegen den Tech-Giganten wurden nun Vorermittlungen eingeleitet, wegen der gezielten Drosselung der Leistung von iPhones.

In Frankreich wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen möglicher Verbrauchertäuschung eingeleitet. Französische Verbraucherschützer, die sich gegen die bewusst verkürzte kurze Lebensdauer technischer Geräte einsetzen, reichten daraufhin eine Klage gegen Apple ein.

Für den iPhone-Hersteller steht in jedem Fall viel auf dem Spiel, denn geplante Obsoleszenz ist seit 2015 ein Straftatbestand in Frankreich. Die Geldstrafe könnte aber auch bis zu 5 Prozent des Jahresumsatzes eines überführten Unternehmens ausmachen.

In den USA darf sich Apple seit einiger Zeit nun auch mit Sammelklagen herumschlagen, die bis zu 999 Milliarden US-Dollar verlangen, was aber derzeit nicht unbedingt neu ist und bereits Ende 2017 angestossen wurde. Kritiker vermuten allerdings, dass Apple Kunden, die mit ihrem langsameren Smartphone unzufrieden sind, zum Kauf eines neuen Modells verleiten will. Damals kündigte Aplle auch Preisnachlässe für gewisse Ersatz-Akkus sowie ein Update des Betriebssystems iOS an.


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