KORREKTUR/Siemens unterliegt vor russischem Gericht wegen Krim-Turbinen

Das Schiedsgericht in Moskau hat am Mittwoch der Klage der russischen Siemens-Tochtergesellschaft "Siemens Gasturbinen-Technologie" gegen zwei Tochterunternehmen des russischen Konzerns Rostec (OAO "Technopromexport" und OOO "Technopromexport") zur Rückgabe der von ihnen auf die Krim gelieferten Turbinen nicht stattgegeben. Schon damals berichteten Moskauer Medien jedoch, dass die Turbinen auf die Krim gelangen könnten.

Das Gericht hat entschieden, der Klage von "Siemens Gasturbinen-Technologie" nicht stattzugeben. Vor Gericht scheitert der Industriekonzern auch in seinem zweiten Prozess. "Wir haben die Entscheidung des Gerichts zur Kenntnis genommen", erklärte das Unternehmen. Siemens werde nun auf die Urteilsbegründung warten. "Aber wir beabsichtigen nach wie vor, alle erforderlichen Schritte für den Schutz unserer Interessen zu unternehmen", erklärte der Münchener Technologiekonzern weiter. Eigentlich seien sie aber für ein Kraftwerk in Taman in Südrussland bestimmt gewesen. Die wegen der Annektierung bestehenden Wirtschaftssanktionen verbieten aber die Lieferung von Kraftwerkskomponenten auf die Halbinsel.


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