Leere Südtribüne? BVB-Fans boykottieren Montagsspiel

Das "Bündnis Südtribüne", das aus Fanklubs und Ultragruppen besteht, kündigte an, die Karten des Heimspiels am Montag, dem 26. Februar, verfallen zu lassen.

In der Fußball-Bundesliga wird ab der Saison 2017/18 fünfmal am Montagabend gespielt (Anstoß 20.30 Uhr).

Seltsame Aktion in der Kabine von Borussia Dortmund: Womit hat Aubameyang diese fiese Strafe verdient? "Für uns ist der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen!"

Das BVB-Fanbündnis umfasst inzwischen 2261 Mitglieder. Die meisten sind seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel im Signal-Iduna-Park anwesend, wie es auf der Homepage heißt. Es handelt sich um das erste Montagsspiel des BVB (Anm.: Das erste bestreiten Frankfurt und Leipzig am 19. Februar), das die Bundesliga unter bundesweiten Fan-Protesten einführte. Das soll sich nun für ein Spiel ändern: "Schweren Herzens, aber aus Überzeugung, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen", schreiben sie. "Plagen sich die Anhänger in der 2. Liga schon seit Jahren mit Montagsspielen herum, sind auch wir und andere Fanszenen immer häufiger mit ungünstigen Anstoßzeiten und unsinnigen Spielansetzungen konfrontiert".

Besonders aus Sicht der Auswärtsfans ist der Montag laut " Südtribüne Dortmund" nicht hinzunehmen: "So müssen die Augsburger beispielsweise an einem Montag fast 600 Kilometer abspulen, um ihre Mannschaft in Dortmund unterstützen zu können.

Auch der eigene Klub sei an dieser Entwicklung nicht unschuldig: "Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen".

"Für die Bundesliga, die sich so gerne mit ihren stimmungsvollen Kurven und ausverkauften Stadien präsentiert, sind Montagsspiele eine Bankrotterklärung", erklärte das Bündnis weiter: "Wenn Begegnungen an Terminen stattfinden, an denen eigentlich niemand Zeit hat, ins Stadion zu gehen, offenbart das eine haarsträubende Gleichgültigkeit gegenüber dem gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs und den Fans, die den Sport erst zu dem machen, was er ist".


Beliebt

VERBINDEN