Motorradbombe tötet mindestens 17 Menschen bei Begräbnis in Afghanistan

Kabul Bei der Beerdigung eines Politikers im Osten Afghanistans ist am Sonntag eine Bombe explodiert. Mindestens 13 Menschen seien außerdem verletzt worden, teilten die Behörden mit.

Erst vor wenigen Tagen waren bei einem Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul 41 Menschen getötet worden. Der Anschlag ereignete sich im Distrikt Behsud der Provinz Nangarhar, die an Pakistan grenzt. Über die Zahl der Opfer gab es zunächst auch widersprüchliche Angaben. Zuvor hatte es geheissen, der Anschlag sei von einem Selbstmordattentäter verübt worden. Alle Opfer waren Zivilisten, wie der Sprecher weiter sagte.

Der Anschlag galt den Gläubigen, die zum Begräbnis Wali Guls gekommen waren, eines ehemaligen Gouverneurs der Distriktverwaltung.

Bisher hat noch keine Gruppe die Verantwortung für den Anschlag übernommen. Die radikalislamischen Taliban bestritten, hinter der Bluttat zu stehen.

In Afghanistan kämpfen radikalislamische Taliban und die Terrormiliz "Islamischer Staat" gegen die vom Westen gestützte Regierung. In der Provinz Nangarhar kontrolliert der IS seit längerer Zeit einige Gebiete. Die Extremisten im Osten des Landes werden von amerikanischen und Regierungstruppen regelmäßig bombardiert.


Beliebt

VERBINDEN