Pädophilenring zerschlagen: Mutter verkaufte Sohn an Freier

Der Soldat deutscher Staatsangehörigkeit wurde an seinem Standort bei der deutsch-französischen Brigade im Elsass festgenommen, der Schweizer Staatsangehörige in Österreich und der spanische Staatsangehörige in seinem Heimatland.

Wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilte, hatten das LKA sowie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am 10. September einen anonymen Hinweis auf den Pädophilenring erhalten und Ermittlungen wegen schweren sexuellen Missbrauchs eingeleitet. Es handelt sich um einen einschlägig vorbestraften Mann im Alter von 37 Jahren sowie um die 47jährige Mutter des Jungen. Neben dem Paar wurden vier weitere Männer festgenommen, die im Verdacht stehen den Jungen missbraucht zu haben. Alle Gruppenmitglieder sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Hierzu gehören der oben erwähnte 40jährige Tatverdächtige aus dem Großraum Freiburg sowie die drei im Ausland festgenommenen Tatverdächtigen. Ihm wird ebenfalls vorgeworfen den 9-jährigen Bub wiederholt missbraucht und vergewaltigt zu haben. Zwei weitere Festnahmen gab es im Bereich der Staatsanwaltschaften Karlsruhe und Kiel. So will der Spiegel aus Justizkreisen erfahren haben, dass die Peiniger des neunjährigen Jungen angeblich eine vierstellige Summer an die Mutter bezahlt haben, damit sie ihnen die Vergewaltigungen und Misshandlungen ermöglicht. Beide wurden bereits nach Deutschland überstellt. Bei seiner Festnahme hatte der Mann einen Rucksack mit Fesselutensilien dabei. Nach Erkenntnissen der Ermittler soll der Verdächtige zuvor Tötungsfantasien im Zusammenhang mit einem Kindesmissbrauch geäußert haben. Als mutmasslicher Täter konnte der 32-jährige Vater des Mädchens identifiziert werden.

Im Zusammenhang mit diesem Fall stehen auch weitere Ermittlungen. Das Netzwerk reicht offenbar durch ganz Europa: Neben der Kindsmutter und ihrem 37-jährigen, wegen pädophiler Straftaten vorbestraften Partner sitzen mehrere Männer als Tatverdächtige in Untersuchungshaft.

Insgesamt befinden sich damit in diesem Ermittlungskomplex acht Verdächtige in Untersuchungshaft.


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