Südkorea will Handel mit Kryptowährung verbieten

Das Justizministerium in Seoul will den Börsenhandel mit Kryptowährungen verbieten. Wir haben uns genauer informiert und ordnen diese Meldungen ein.

Schon seit geraumer Zeit geht die südkoreanische Regierung in immer schärferem Maß gegen den Handel mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin vor. Da es vonseiten der südkoreanischen Regierung starke Bedenken gegenüber digitalen Währungen gebe, bereite sein Ministerium ein solches Gesetz bereits vor.

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig.

In kürzester Zeit hatte die Kryptowährung um bis zu 11 Prozent nachgegeben, zuletzt waren es minus 4,5 Prozent. Die Regierung hatte bereits im Dezember angekündigt, den Krypto-Handel stärker zu kontrollieren, einschließlich eines Verbots von anonymen Anlagekonten. Die derzeit zweitwichtigste Kryptowährung Ether verlor in der Spitze 9 Prozent. Ripple und Litecoin sackten um bis zu 19 beziehungsweise bis zu zehn Prozent ab. Daraus entstandene Kapitalerträge sollen zudem besteuert werden, um die Spekulation zu begrenzen.

Betreiber von Handelsplätzen für Kryptowährungen in Südkorea berichteten von Ermittlungen und Durchsuchungen durch Polizei und Steuerbehörden.

Justizminister Park begründet das Verbot mit den wirtschaftlichen Gefahren platzender Spekulationsblasen sowie der Verlockung von Digitalwährungen für Kriminelle. So hat Chinas politische Führung laut einem Bericht der US-Zeitung "Wall Street Journal" zuletzt eine Sperre für Bitcoin-Schürfer angeordnet.

"Chinas Bitcoin-Miner stehen derzeit gehörig unter Druck und könnten damit früher oder später ihre Aktivitäten in der Volksrepublik stilllegen", sagt Timo Emden, Deutschlandchef des Onlinebrokers DailyFX. Grund für diesen Schritt sei offenbar die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen - das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv.

"Für den Krypto-Markt hätte dies negative Konsequenzen, da in Südkorea große Volumen gehandelt werden", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Analyst Mun Chong-hyun vom Broker EST Security erklärte, dass der Handel in dem Fall zwar schwieriger werden würde. "Aber viele werden dann in andere Länder wie etwa Japan ausweichen".


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