Trump gegen Einwanderung aus "Drecksloch-Ländern"

Vulgär-Attacke auf Haiti & Co.! Wie die "Washington Post" berichtet, klagte Trump in einem Gespräch im Oval Office, dass nur Immigranten aus "Drecksloch-Ländern" in die USA kämen. Die "Washington Post" hatte zuerst darüber berichtet. Auch die "New York Times" zitiert Trump mit dem beleidigenden Satz.

Die Eindämmung der Einwanderung ist ein zentrales Wahlversprechen Trumps, mit dem er vor allem bei rechten Wählern gepunktet hat. Er sprach von einem "Gesetz der Liebe" - einer Reform, die der Mehrheit der elf Millionen illegalen Einwanderer in den USA einen Weg zur Staatsbürgerschaft ebnen soll. Und dies von dem Präsidenten, der in seinem Wahlkampf Massen-Deportationen versprochen hatte.

Das Weiße Haus dementierte den Bericht nicht. Im Gegenzug stimmt der Kongress zu, 2,7 Milliarden Dollar für die Grenzsicherung zu genehmigen. Aber statt 50 000 Green Cards sollten nur noch 25 000 vergeben werden.

Was Trump aber besonders missfiel: Es sollen weiterhin Länder wie Haiti oder El Salvador und eine Reihe afrikanischer Staaten dabei sein. "Das sind Drecksloch-Länder. Wir sollten mehr Leute aus Norwegen reinlassen". Oder aus asiatischen Ländern, weil die Amerikas Wirtschaft voranbringen würden. Denn diese würden den USA wirtschaftlich helfen. "Warum brauchen wir noch mehr Haitianer?", sagte Trump demnach. "Schmeißt die aus der Lotterie raus".

Das Weiße Haus verteidigte den Präsidenten. "Bestimmte Politiker in Washington kämpfen für fremde Nationen", sagte Sprecher Raj Shah (32).

Die Demokraten sahen dies freilich ganz anders. Wie kann man diesen Mann ernst nehmen?

"Warum wollen wir diese Leute aus Afrika hier haben?"

Sein liberaler Kollege Cedric Richmond (44, Louisiana) legte auf Twitter nach: "Dies ist ein weiterer Beweis, dass die ‚Macht Amerika wieder groß"-Agenda in Wahrheit eine ‚Macht Amerika wieder weiß'-Agenda ist." ". Die republikanische Kongressabgeordnete Mia Love, Tochter haitianischer Einwanderer, nannte das Zitat in einem Tweet am Donnerstag (Ortszeit) "spaltend" und einen Schlag gegen die Werte des Landes. Hinreichend belegt ist auch der skandalöse Umgang seiner Firma mit afroamerikanischen Wohnungssuchenden: Mitte der siebziger Jahre hatte sich Trump vor Gericht zu verantworten, da farbige Interessenten in internen Dokumenten speziell gekennzeichnet wurden - um sie daran zu hindern, eine Wohnung in den Trump-Häusern zu mieten. Und er könnte genau für sie gewesen sein. Der Präsident hingegen "wird immer für das amerikanische Volk kämpfen".

Da ist auf der einen Seite sein Zerwürfnis mit dem "Alt-Right-Vordenker" Stephen Bannon (64), der in dem Skandal-Buch "Fire und Fury" über seinen Ex-Chef aus dem Nähkästchen geplaudert und dessen Kinder attackiert hatte.

Die scharfe Kritik von Demokraten und Republikanern kommt nicht von ungefähr. So sagte die ultra-rechte Strategin Ann Coulter (56): "Er verrät seine Basis". Mehrere Politiker wiesen darauf hin, dass Trumps abfällige Bemerkungen unmittelbar vor dem achten Jahrestag des verheerenden Erdbebens in Haiti fielen.


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