Videobeweis hat 37 Fehlentscheidungen verhindert

Die Bundesliga hatte in dieser Saison testweise den sogenannten Videoassistenten eingeführt.

Frankfurt. Die Bundesliga startet wieder, doch nicht nur die Stars stehen dann wieder im Blickpunkt - sondern auch die Schiedsrichter. "Das Ziel ist es, die wirklich unerträglichen Fehler aus dem Spiel zu nehmen, und nicht, jede Situation im Spiel zu sezieren", sagte DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich: "Wir wollen keine Videoassistenten, die detektivisch arbeiten".

Über den "Schiedsrichter-Streit" beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wurde im Trainingslager auf Mallorca hinter verschlossenen Türen gesprochen. "Das Glas ist aus unserer Sicht zu drei Vierteln voll". Weiter sei man überzeugt, dass der Videobeweis "das gerechte und richtige Instrument ist, um zu den richtigen Entscheidungen zu kommen". 48 Mal wurde demnach die Entscheidung auch tatsächlich korrigiert, 37 Mal erwies sich dieser Eingriff als richtig.

München - Durch den Videobeweis wurden in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga 37 Fehlentscheidungen der Schiedsrichter verhindert. "Diese elf Entscheide, die nicht korrekt waren, müssen in der Rückrunde gegen Null gehen", forderte Schwenken. Umgekehrt wurden aber auch elf Fehlentscheide auf diesem Weg erst herbeigeführt. Alle weiteren Ergebnisse blieben offen, weil "die Kabinentür geschlossen sein soll", sagte Zimmermann, der wie auch alle anderen DFB-Funktionäre nicht an den Gesprächen teilgenommen hat: "Es ist ein positiver Prozess in Gang gesetzt worden, den wir hoffentlich so weiterführen können". Ibrahimovic foult Oscar. Rote Karte.

Von den Junioren bis zum Erreichen des Champions-League-Niveaus spielen Profis ungefähr eine Zillion Spiele und erleben dabei eine Zillion strittige Szenen. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie.

Meiner zweijährigen Tochter brauche ich die Dinge zwischen zwei- bis fünfmal zu sagen, bis sie es begreift.


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