Wilkinson verliert auch vor dem Oberlandesgericht

Düsseldorf Gillette hat den Streit um Rasierklingen gewonnen.

Düsseldorf Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat dem Rasiererhersteller Wilkinson vorläufig untersagt, in Deutschland preisgünstige Ersatzklingen für den weit verbreiteten Nassrasierer "Mach3" des Konkurrenten Gillette zu verkaufen.

Wer sich gern nass rasiert, kennt das Problem: Der Rasierer ist günstig, doch die Ersatzklingen sind teuer. Hergestellt wurden sie vom Gillette-Rivalen Wilkinson und dessen Mutterkonzern Edgewell. Die Ersatzklingen wurden als Eigenmarken der Drogeriemärkte vermarktet.

Gillette sah dadurch seine Patente verletzt und zog vor Gericht. In der nun bestätigten Begründung hieß es, das preiswertere Wilkinson-Produkt kopiere ein Verbindungsstück zwischen Klingeneinheit und Griff, für das Gillette ein Patent besitze. Außerdem läuft vor dem Bundespatentgericht ein Nichtigkeitsverfahren gegen das Gillette-Patent, über das noch nicht entschieden ist. Der Gillette-Konkurrent vertreibt die Ersatzklingen bereits in anderen europäischen Ländern.


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