1:1 in Frankfurt: Freiburg punktet weiter im Abstiegskampf

Als Niko Kovac gestern zum Pressegespräch kam, strahlte er wie üblich über das ganze Gesicht. "Wir wollen aber vor allem schnell die Punkte holen, die wir brauchen, um eine ruhige Saison zu spielen", sagte Trainer Niko Kovac vor der Partie gegen Freiburg und ergänzte: "Und wenn dann noch Zeit bleibt, wollen wir gern die Punkte holen, die jetzt noch in einem stillen Kämmerlein schlummern". "Wir werden Spaß haben in der Rückrunde, wir sind sehr gut aufgestellt", hatte der Mittelfeldspieler vor der Begegnung noch angekündigt. Kovac sieht sein Team "gewappnet" für die Rückserie, er hat "die Jungs" in dieser Woche sogar gelobt für ihre "Moral und Arbeitsintensität", sie sei "gefestigter als im letzten Jahr", weshalb der 46 Jahre alte Coach einen ähnlichen Einbruch beinahe ausschließen will. "Wir werden eine fußballerisch bessere Rückrunde spielen als im letzten Jahr". Fast neun Monate hatte der Spanier wegen einer Achillessehnen-Verletzung gefehlt. "Er ist fit und dürfte keine Probleme haben", sagt der Trainer: "Wir werden sehen, wie lange er durchhält". "Er denkt, wenn er zu 100 Prozent gesund ist, ist er auch zu 100 Prozent fit". Im Spiel nach vorne agierten die Frankfurter zielführender. "Wir haben die kurze Vorbereitungszeit sehr gut genutzt. Wir wollen aber kein Risiko eingehen und wollen ihn in den nächsten zwei, drei Wochen so aufpäppeln, dass wir ihn ab dem 1. Februar wieder zur Verfügung haben". "Technisch und taktisch haben wir auch einen Schritt nach vorn gemacht".

Vor dem Gegner aus Freiburg hat Kovac allerdings großen Respekt.

Auf Stopper David Abraham kann die Eintracht nicht zurückgreifen, er sei nach seiner Wadenblessur "keine Alternative", bei Linksaußen Ante Rebic besteht immerhin leichte Hoffnung, gestern hat der erkältete Kroate immerhin trainiert. Und dass nicht nur, weil der Sport-Club drei der vergangenen fünf Duelle in der Commerzbank Arena gewann. Obendrein weiß Kovac, "dass die Freiburger Ende der Hinrunde sehr viele Fortschitte gemacht haben".

Besonders beeindruckt ist er von seinem Kollegen Streich. "Ich kann nur in Superlativen über Christian sprechen", so Kovac. "Was er in Freiburg leistet, ist für mich in der Bundesliga einzigartig". Für mich ist er der Trainer, der in der Bundesliga am meisten erreicht. "Wenn man sieht, wie viele Abgänge er immer ersetzen muss, dass ihm jedes Jahr zwei, drei wichtige Spieler aus den Rippen geschnitten werden".


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