Aktienkurs steigt Kodak setzt auf den Hype um Kryptowährungen

Im Dezember hatte die Getränkefirma Long Island Iced Tee angekündigt, dass sie ihren Namen in Long Blockchain Corp. ändern werde. Jetzt reicht es, dass Kodak einen eigenen "Coin" erfindet. Daraufhin stieg der Aktienkurs kurzfristig von zwei US-Dollar auf knapp sieben US-Dollar und notiert heute noch immer zwischen fünf und sechs US-Dollar. Und da war noch nicht Schluss: Nachbörslich kletterte die Aktie auf 9 US-Dollar.

Kodak hatte dabei lediglich mitgeteilt, dass mit dem hauseigenen KodakCoin und der dazugehörigen Plattform KodakOne Fotografen künftig ihre Autorenrechte absichern und die Bilder vermarkten können. KodakCoin: Demokratisierung der FotografieÜber die Kodak-Plattform will man zugleich das Netz beobachten, um eine unerlaubte Nutzung geschützter Bilder zu stoppen.

Vor Weihnachten fügte eine Tee-Firma das aus der Bitcoin-Technik bekannte Wort "Blockchain" ihrem Namen hinzu - und die Aktie ging durch die Decke. Die Basis der KodakCoins bildet die Blockchain-Technologie, welche auch bei Bitcoins zum Einsatz kommt. Die irren Auswüchse der Bitcoin-KursrallyeDer Kurssprung bestätigt, dass Kryptowährungen und damit verbundene Begriffe eine gewaltige Anziehungskraft für Investoren haben - mithin mit kuriosen Ergebnissen. Der Aktienkurs verdreifachte sich am selben Tag. In der Bitcoin-Kursrally gaben sich auch mehrere andere Firmen Namen wie Crypto Company, Nodechain oder Blockchain Group. Was genau sie mit Digitalwährungen zu tun hatten, war allerdings schwer zu erkennen. Kodak, seit mehr als 100 Jahren ein Traditionsunternehmen im Bereich der Fotografie, steckt seit Einzug der Digitalfotografie in der Krise. Mit der Digitalisierung verlor der Konzern den Anschluss. Aus einem Insolvenzverfahren 2013 ging das US-Unternehmen als Spezialist für digitalen Druck hervor.


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