Bayerische Polizei stellt neue Dienstwaffe vor

Dafür gibt es einen triftigen Grund. Kostenpunkt des Wechsels: rund 30 Millionen Euro. Außerdem sei die P7 mit ihrer Magazinkapazität von nur acht Schuss "nicht mehr zeitgemäß" gewesen. Das sind nur zwei Eckdaten von Bayerns künftiger Polizeipistole - der Heckler & Koch SFP9. "Wir haben die Waffen einem intensiven Stresstest unterzogen", berichtete der Leiter der Projektgruppe "neue Dienstwaffe", der oberfränkische Polizeipräsident Alfons Schieder.

"Wichtige Eigenschaften sind ein geringes Gewicht, eine einfache und stresssichere Bedienung und eine flexible Anpassung des Griffstücks", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag bei der Präsentation. "Denn wir haben Polizisten mit zierlichen Händen und auch Kollegen mit Pranken".

Das ist die zukünftige Dienstwaffe vom Modell "SFP9" des Herstellers Heckler & Koch für die bayerischen Polizei.

Die P7 war seit 1979 die Standardwaffe der Polizei. "Durch unser 2016 beschlossenes Konzept 'Sicherheit durch Stärke', das von 2017 bis 2020 die Schaffung von insgesamt 2.000 neuen Stellen vorsieht, erreichen wir mit den haushaltsrechtlich bereits verankerten 500 Stellen für das Jahr 2018 mit mehr als 42.000 Stellen eine neue Höchstmarke im Stellenbestand der Bayerischen Polizei", so der Minister.

Grundlage bei der Auswahl der neuen Dienstwaffe war die 'Technische Richtlinie Pistole im Kaliber 9 mm x 19'.

Die SFP9 hat sich dabei gegen drei weitere Fabrikate durchgesetzt. Die Feuerwaffe SFP 9 war auch unter den Favoriten von Polizeibeamtin Nicole Geier, die als eine von 1100 Beamten vier verschiedene Modelle getestet hat. Deren Empfinden floss in die Entscheidung ein. Auf dem freien Markt kostet ein Exemplar "ungefähr 650 Euro", so Schieder. Herrmann: "Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit unserer Polizei und unserer Bürger". Mit Blick auf "die anhaltende terroristische Bedrohung" hob Hermann das größere Magazin hervor.


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