Football Leaks enthüllt Real-Angebot für Messi

Jene Summe ergibt sich aus dem Grundsalär von 71 Millionen Euro und etwaiger Bonus-Zahlungen.

Lionel Messi ist offenbar der erste Fußballspieler, der im Durchschnitt mehr als 100 Millionen Euro pro Saison verdient. Das berichtet das Magazin Spiegel mit Bezug auf interne Dokumente, die von der Enthüllungsplattform Football Leaks stammen. Der Bericht bezieht sich auf zwei aktuelle Verträge: einen Arbeitsvertrag und einen Vertrag über die Verwertung der Persönlichkeitsrechte. Zusätzlich soll dem Argentinier ein Jahresgehalt von 23 Millionen Euro angeboten worden sein. Bei maximalem Erfolg (Meister, Pokalsieger, Champions-League-Erfolg und Weltfußballer) wären es gut 122 Millionen Euro. Es habe sogar ein Treffen zwischen Messi, seinem Anwalt, seinem Vater sowie Real-Präsident Florentino Pérez stattgefunden. In dem Verfahren wurde er zu 21 Monaten Gefängnis verurteilt, die Strafe wurde aber zu einer Geldstrafe von 252 000 Euro umgewandelt, weil er Ersttäter war.

Weitere Dokumente von Football Leaks, die der "Spiegel" mit dem Recherche-Netzwerk European Investigative Collaborations auswertete, sollen zudem belegen, dass nicht der Spieler, sondern der FC Barcelona Nachzahlungen an die spanische Finanzbehörde übernahm. Der Verein habe nie ein solches Angebot für Messi abgegeben.

Im Sommer desselben Jahres stand er wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Die Behörden vertraten demnach die Ansicht, dass dies als Teil des Gehalts anzusehen ist und daher auch versteuert werden müsste. Der vom Verein beauftragte externe Anwalt riet dazu, die Steuerschuld von rund zwölf Millionen Euro zu begleichen, um einer abermaligen Strafverfolgung zu entgehen.


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