Kerber greift nach erstem Titel seit September 2016

Die frühere Weltranglistenerste aus Kiel bezwang im Finale die Australierin Ashleigh Barty 6:4, 6:4, baute ihre Siegesserie in dieser Saison auf 9:0 aus und darf mit Selbstvertrauen zu den Australian Open nach Melbourne reisen.

Dort trifft sie am Dienstag in Runde eins auf ihre Landsfrau Anna-Lena Friedsam. "Ich glaube, Angie Kerber kann uns positiv überraschen", meinte bereits Boris Becker, durch einen glatten Viertelfinalerfolg über Dominika Cibulkova steht Kerber nun schon im Halbfinale von Sydney. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres, das am Montag in Melbourne beginnt, hatte die Linkshänderin 2016 ihren ersten Major-Erfolg gefeiert.

In dem nur mäßig mitreißenden Endspiel zeigte Kerber zwar keine spielerische Glanzleistung, eine solide und in den entscheidenden Momenten nervenstarke Vorstellung reichten jedoch für den elften Titel ihrer Karriere und die Rückkehr unter die Top 20.

Angelique Kerber setzt sich gegen Dominika Cibulkova durch und bleibt in diesem Jahr im Einzel weiter ungeschlagen. Kerber hat ihren Kampfgeist wiedergefunden und dazu die Balance zwischen Defensive und Offensive, die sie vor zwei Jahren zu zwei Grand-Slam-Titeln, Olympiasilber und ins Wimbledonfinale geführt hatte.

Neben der neuen deutschen Nummer eins Julia Görges lässt nun auch Kerber auf ein erfolgreiches Abschneiden bei den Australian Open hoffen.

Nach dem miserablen 2017 ist Angelique Kerber im neuen Jahr nicht zu stoppen. Im vergangenen Jahr jedoch stürzte Kerber in eine sportliche Krise, erreichte lediglich ein Finale in Monterrey und rutschte in der Rangliste auf Platz 22 ab.

Gegen Barty ließ sich Kerber auch von der lautstarken Unterstützung des Publikums für ihre Gegnerin nicht aus der Ruhe bringen.

Nach dem Matchball stürmte Kerber zu ihrem belgischen Coach und umarmte den 37 Jahre alten Ex-Trainer von Kim Clijsters, Sabine Lisicki und Victoria Asarenka herzlich. In Sydney wehrte sie zum Auftakt gegen Lucie Safarova zwei Matchbälle ab und kämpfte auch die Weltranglistenfünfte Venus Williams nieder. "Es wird ein enger Kampf", sagte Kerber.


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