Live im ORF, disste Polzer hier Innenminister Kickl?

In Wien sagte der FPÖ-Politiker, Asylbewerber sollten künftig - so wörtlich - "konzentriert" - untergebracht werden. Der Ausdruck sorgte bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien für Aufregung - und in sozialen Medien. Auf Nachfrage von Journalisten, die auf eine sprachliche Nähe zu den Konzentrationslagern des NS-Regimes hinwiesen, antwortete Kickl, er habe keinerlei Provokation beabsichtigt.

Es sei auch möglich, von Orten zu sprechen, "wo man Menschen zusammenfasst an einem Raum", sagte der Innenminister weiter. Es gehe einzig um mehr Sicherheit in Österreich.

"Wenn nunmehr Anschober meint, dass mit Grundversorgungszentren die Integration von Asylwerbern zerstört wird, so bleiben wir dabei: Über Integrationsmaßnahmen - die ja auch durch Steuergelder finanziert werden - kann erst dann diskutiert werden, wenn es sich bereits um Asylberechtigte handelt, wo die Gewissheit besteht, wer sie sind und dass sie zumindest eine gewisse Zeit in unserer Heimat bleiben können", betont Schreiner.

Kickl, langjähriger Generalsekretär der rechtspopulistischen FPÖ, gilt als Hardliner und war jahrelang für die teils heftig umstrittenen Werbeslogans der Partei zuständig. Alexander Pollak von der Migrantenhilfsorganisation SOS Mitmensch sprach von einer "bewussten Provokation". Kickls Sager wertete sie als eine bewusst gesetzte Provokation. Ich erwarte mir hier vom Innenminister eine echte und glaubwürdige Entschuldigung. "Einem Minister darf so etwas nicht passieren". Auch eine Ausgangssperre für Flüchtlinge am Abend und nachts halte er für denkbar. Vielmehr sei nach dem Interview "aus einer Maus ein Elefant produziert" worden; seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen und "überinterpretiert" worden. Unter anderem hat sie die Schlüsselressorts Inneres, Äußeres und Verteidigung inne.


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