Päckchen in Zusammenhang mit DHL-Erpressung

Diese Einschätzung wurde von einem Sprecher des Brandenburger Innenministeriums bekannt gegeben.

Am Abend schrieb die Berliner Polizei auf Twitter: "Einen Sachzusammenhang mit der DHL-Erpressung in Brandenburg können wir bestätigen".

Ein Umschlag mit verdächtigen Drähten taucht in einer Bank im Süden Berlins auf. Die Brandenburger Polizei geht von einem Zusammenhang mit den Briefbomben in Potsdam und Frankfurt/Oder aus. Als ein Bankangestellter ihn öffnete, sah er Drähte und alarmierte die Polizei.

Bombenalarm auf der Steglitzer Schloßstraße: Um 11.37 Uhr hatte ein Postbote einen etwa Din-A-4 großen Umschlag in einer Filiale der Commerzbank abgegeben. Der Umschlag wurde nach Angaben der Polizei zum Sprengplatz Grunewald gebracht. Die Experten rückten mit schwerer Schutzausrüstung und Roboter an. Nachdem sich zunächst ein Sprengroboter dem Umschlag genähert hatte, entschieden die Ermittler aber, das Päckchen nicht aufzuschießen. Der harte Wasserstrahl des Sprengroboters hätte sonst mögliche Spuren vernichtet.

Das war passiert: In einer Berliner Bankfiliale ist am Freitag eine verdächtige Versandtasche mit Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern aufgetaucht.

Einem Entschärfer in Spezialkleidung gelang es schließlich, die Zündvorrichtung zu entfernen. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf am Nachmittag. Um zu klären, ob die vermeintliche Briefbombe sprengfähig war, müssten Pulver und Zündvorrichtung jetzt noch genauer untersucht werden, sagte ein Polizeisprecherin. In einer Potsdamer Apotheke wurde ein Paket abgegeben, das eine Sprengvorrichtung enthielt.

Der DHL-Erpresser hatte bereits in der Vergangenheit Forderungen in Millionenhöhe gestellt und damit gedroht, weitere Bomben zu verschicken. Anfang November war zudem eine Paketbombe an ein Geschäft in Frankfurt (Oder) geschickt worden. Es gibt bauartbedingte Ähnlichkeiten zu den Bomben, die in den vergangenen Monaten in Potsdam und Frankfurt (Oder) gefunden worden waren, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitagabend. Die Brandenburger Polizei ist federführend bei den Ermittlungen.


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