Terrorverdächtiger übergießt zwei Beamte der JVA Iserlohn mit heißem Wasser

Nach Angaben von JVA-Leiter Joachim Güttler (62) handelt es sich bei dem Angreifer um einen deutschen Staatsbürger, der zum Islam konvertiert ist. Die beiden Männer erlitten so schlimme Verletzungen, dass sie mit dem Rettungshubschrauber in ein Spezialkrankenhaus geflogen werden mussten. Einschneidende Konsequenzen für den Vollzug erwartet der JVA-Leiter aus dem Vorfall, der in der kommenden Woche nochmals bewertet werden soll, nicht. Daher steht er im Verdacht eine staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

► Im Sommer 2016 wurde der mutmaßliche Gefährder festgenommen. Es werde von einem "islamistisch motivierten Hintergrund" ausgegangen, sagte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp.

Am heutigen Donnerstag beginnt der Prozess gegen ihn. Auch sein Betreuer, mit dem er sich gut verstand, konnte ihn nicht davon überzeugen. "Plötzlich kam es zu dem Angriff". Der Mann hatte offenbar einen Tauchsieder genutzt, um Wasser für seinen Angriff zu erhitzen. "Die Bediensteten kennen ihn schon länger", erklärt der JVA-Leiter. "Wir haben hier viele Muslime, die sich in der JVA Tee kaufen". Trotz des Vorfalls wurde er nach Dortmund zum Gericht gebracht. Das Motiv ist bislang unklar.

Ein Beamter habe dabei schwere Verbrennungen im Gesicht und am Körper erlitten, dessen Kollege leichtere.

Peter Marchlewski, Sprecher des Justizministeriums NRW, zu BILD: "Staatsanwaltschaft und Justizvollzug klären den Sachverhalt jetzt auf". Der Ministeriumssprecher sprach von einer "staatsfeindlichen Grundhaltung" des mutmaßlichen Täters. Zuerst hatte die "IKZ"-Zeitung von dem Vorfall berichtet".

Die beiden verletzten Beamten werden in einem Krankenhaus in Bochum behandelt. In der JVA wurden nach dem Vorfall die Mitarbeiter in einer außerordentlichen Versammlung informiert.


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