Wien: Zahlreiche Proteste gegen rechtskonservative Regierung

"Wien wird ein wichtiger Faktor sein und die Bürgermeisterwahl - wenn Wien wieder eine starke Kraft ist, dann können die gegen dieser Regierung gegensteuern".

Der Zug der Demonstranten reichte über die gesamte Innere Mariahilfer Straße.

Laut den Veranstaltern waren mehr als 20.000 Menschen unterwegs. "Eine exakte Schätzung der Teilnehmerzahl war schwierig, das sich auch zahlreiche Schaulustige und Einkäufer auf der Mariahilfer Straße befanden", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA. Die Polizei erwartet einen lautstarken, aber friedlichen zivilgesellschaftlichen Protest mit mehreren tausend Teilnehmern.

Die Polizei setzte insgesamt rund 1.300 Beamte ein.

Kurz nach 15.00 Uhr ist am Samstag in Wien eine Demonstration gegen die schwarz-blaue Regierung gestartet. Am Heldenplatz angekommen löste sich der schwarze Block rasch auf. Unmittelbar vor dem Schwarzen Block marschierte übrigens eine Gruppe unter dem Motto "Omas gegen Rechts". Aufgerufen hat ein loses Bündnis aus Gewerkschaftsbasis, dem Jugendverband der Österreichischen Sozialdemokraten, verschiedenen Asylhilfe-Gruppierungen, dem Studentenverband sowie Organisationen wie "Plattform Radikale Linke" und "Offensive gegen rechts".

Sie werfen der Koalition aus ÖVP und FPÖ rassistische, rechtsextreme und neofaschistische Tendenzen vor.

Auch Flüchtlingsinitiativen sowie zahlreiche Schüler und Studenten waren vertreten.

Für erheblichen Unmut hatte in den Tagen vor der heutigen Protestkundgebung die Aussage von Innenminister Herbert Kickl gesorgt. Es sei nun die Pflicht der nachfolgenden Generation, dass die Lehren aus der Geschichte nicht vergessen werden. "Unser Land wird nicht von den neuen Faschisten erobert werden", erklärte Michael Genner, ein Aktivist der "Plattform für eine menschliche Asylpolitik". Erste Teilnehmer strömten - wohl auch wegen des ungünstigen Wetters und der niedrigen Temperaturen - bald wieder ab. Rund um die Demonstration kam es zu umfangreichen Verkehrsstaus.


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