Zweitägige Präsidentenwahl in Tschechien begonnen

In Tschechien beginnt an diesem Freitag die zweitägige Präsidentenwahl. Amtsinhaber Zeman, der sich erneut um das fünfjährige Mandat bewirbt, geht Umfragen zufolge als Favorit ins Rennen. Eine mögliche Stichwahl ist für den 26. und 27. Januar geplant. Der 68-Jährige befürwortet Tschechiens EU- und Nato-Mitgliedschaft, lehnt aber wie alle anderen Präsidentschaftskandidaten die EU-Verteilungsquote für Flüchtlinge ab.

Zeman vertritt prorussische und prochinesische Positionen. Zemans Unterstützer sind insbesondere auf dem Lande und unter Handwerkern anzutreffen.

Ein weiterer Kandidat ist der 65-jährige Liedermacher Michal Horacek, der es mit einer Wettspiel-Firma zu einem Vermögen brachte. Die übrigen sechs Kandidaten, unter ihnen der frühere Regierungschef Mirek Topolanek sowie der Ex-Botschafter in Frankreich, Pavel Fischer, haben nur geringe Chancen auf den Posten.

Gestern war es zu einem Zwischenfall gekommen, als Amtsinhaber Zeman seine Stimme abgeben wollte. Die Parole zu Zeman und dem russischen Staatschef Wladimir Putin habe sich auch auf ihrer Brust befunden.

Der Wahlfavorit kehrte einige Minuten später zurück, um doch noch zu wählen, und nahm den Vorfall auf die leichte Schulter: Er fühle sich "geehrt", wie der Papst von einer Femen-Aktivistin angesprungen worden zu sein.

Die Schließung der Wahllokale war für 22.00 Uhr vorgehen.


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