Brennender Öltanker vor China gesunken

Nun ist die "Sanchi" gesunken. Das meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag.

Der seit acht Tagen vor der Küste Chinas brennende iranische Öltanker ist gesunken.

Kurz zuvor hatte das iranische Transportministerium bestätigt, dass die 30 iranischen Seemänner auf dem Schiff tot sind. An Bord des Tankers befanden sich 30 Iraner und zwei Seeleute aus Bangladesch. "Es gibt keine Hoffnung, Überlebende unter den 29 Mitgliedern der Crew zu finden", sagte Rastad. Der Tanker "Sanchi" war am vergangenen Wochenende 300 Kilometer vor der chinesischen Küste mit einem Getreidefrachter kollidiert und in Flammen aufgegangen. Bei dem zweiten Schiff handelte es sich nach Angaben der chinesischen Behörden um den Frachter "CF Crystal", der unter der Flagge Hongkongs fährt. Sie wurden als sicher gemeldet. Lodernde Flammen, schlechtes Wetter und dichter Rauch behinderten jedoch die Rettungsarbeiten. Auch konnten die Helfer die Schiffsdaten sowie Videoaufnahmen sichern.

Hohen Temperaturen im Innenraum des Schiffes hinderten sie jedoch daran, weiter in die Besatzungsräume vorzudringen.

Der Tanker war am 6. Januar mit 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord mit einem chinesischen Frachtschiff zusammengestoßen und hatte Feuer gefangen; alle 32 Besatzungsmitglieder des Öltankers kamen vermutlich ums Leben. Auf der Meersoberfläche sei "kein Öl in größeren Mengen" entdeckt worden, teilte das Verkehrsministerium mit. Bei Berührung mit Wasser verdunstet das Leichtöl sehr schnell, das entstehende Gas ist jedoch hochexplosiv und giftig. Der Marktwert der Ladung betrug rund 60 Millionen Dollar.


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