Plünderungen bei H&M in Südafrika

"Es muss Konsequenzen für Rassismus geben, Punkt": Nach den Rassismus-Vorwürfen gegen H&M protestieren die Menschen in Südafrika gegen den schwedischen Moderiesen und plündern mehrere Filialen. In einem Geschäft in Johannesburg hat die Polizei die Protestierenden mit Gummigeschossen vertrieben. Die linke Gruppierung Economic Freedom Fighters attackierte in der Provinz Gauteng, zu der das Wirtschaftszentrum Johannesburg zählt, sechs Läden. Polizisten feuerten Gummigeschosse auf die Demonstranten ab.

Bei den Demonstrationen seien keine Kunden oder Mitarbeiter verletzt worden, teilte H&M mit. In einem Video des Nachrichtensenders eNCA waren umgeschmissene Schaufensterpuppen und Kleidständer, kaputte Spiegel und am Boden liegende Kleidungsstücke in einem Laden zu sehen. Deshalb habe man die Geschäfte erst einmal geschlossen. Die Bewegung wurde 2014 drittstärkste Partei in Südafrika.

Auslöser der Proteste war eine rassistische Werbung der Modekette, bei der ein schwarzer Junge einen Pullover mit dem Slogan "Coolster Affe im Dschungel" trägt. Der Konzern entschuldigte sich für das Werbemotiv und zog es zurück. Man glaube stark daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien, erklärte die Modekette am Samstag.


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