AfD-Politiker wechselt zum Islam

Potsdam. AfD-Mitglied Arthur Wagner ist ab sofort Moslem.

Wagner selbst wollte sich laut dem Zeitungsbeitrag nicht zu dem Schritt äußern. Gleichzeitig sei er von seinem Posten als Beisitzer im Landesvorstand zurückgetreten. "Das ist meine Privatsache, sagte er". "Herr Wagner hätte auch eine andere Religion wählen können". Außerdem ist er Vize-Kreischef des AfD im Havelland. Dort sorgte der Russlanddeutsche bereist 2016 für reichlich Wirbel, weil er als damalige Christ, für den Gemeindekirchenrat Seegefeld kandidierte.

Wagner, der bis 2012 CDU-Mitglied war und aus Falkensee stammt, möchte über seine Konvertierung zum Islam nicht sprechen. Zuvor hatten der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Doch eine Seite weiter prangt auch in dicken schwarzen Lettern: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland". Allerdings gebe es keine Versuche seitens des AfD-Landesvorstandes, ihn zurückzudrängen oder zu einem Rückzug zu bewegen. Nichtsdestotrotz gäbe es auch gut integrierte Muslime.

Ist es für Brandenburgs AfD-Chef nachvollziehbar? Das hielt die Pfarrerin Gisela Dittmer für nicht angebracht und sagte der Märkischen Oderezeitung: "Älteste können nur Gemeindeglieder sein, die sich zu Wort und Sakrament halten und ihr Leben am Evangelium Jesu Christi ausrichten; damit nicht vereinbar, ist die Mitgliedschaft in oder die tätige Unterstützung von Gruppierungen, Organisationen oder Parteien, die menschenfeindliche Ziele verfolgen".


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