"Baby-Hitler töten!": Ermittlungen nach Kurz-Satire

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Satiremagazin "Titanic" wegen einer Internetseite mit einer Darstellung von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Fadenkreuz. Zuvor hatte die österreichische Tageszeitung "Der Standard" berichtet.

Die für ihre Härte bekannte Satirezeitschrift "Titanic" hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit Sujets auf sich aufmerksam gemacht, die Kurz als "Baby-Hitler" bezeichneten. Eine davon hatte den Schriftzug "Endlich möglich: Baby-Hitler töten!" verbreitet. Das sehen Kritiker als Aufruf zu Gewalt gegen den Kanzler.

Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte am Montag, dass Ermittlungen eingeleitet wurden.

Demnach haben die Behörden in Österreich die Staatsanwaltschaft in Berlin um Übernahme der Strafverfolgung ersucht, nachdem das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auf die Titanic-Seite gestoßen war. Aus der Chefredaktion des Magazins in Frankfurt hieß es, man mache sich "keine Sorgen". Und er legt nach: "Solange die linksgrün-versiffte Political-Correctness-Diktatur des Merkel-Regimes in Deutschland herrscht, haben wir vor frühreifen Baby-Hitlern keine Angst".


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