Kurden demonstrieren gegen Militäroffensive in Syrien

Am Flughafen in Hannover kam es diesbezüglich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen pro-kurdischen und pro-türkischen Gruppen. Der Konflikt mit der Türkei war ausgebrochen, als Ryan Dillon, der Sprecher der US-geführten Anti-IS-Operation erklärt hatte, dass die USA eine kurdisch geführte Grenzarmee an der syrisch-türkischen Grenze ausbilden und aufstellen wollen. Herbeigeeilte Beamte trennten laut Polizei beide Lager und bereiteten der Auseinandersetzung in einer der Terminalhallen ein Ende. Ernsthaft verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. In der Innenstadt von Hannover kam es am Montagabend ebenfalls zu einer Demonstration, die zunächst friedlich verlief.

Gegen etwa 20 Protestierenden habe die Polizei Pfefferspray eingesetzt. Rund 150 kurdische Demonstranten hatten den Terminal B gestürmt. In Stuttgart waren nach Schätzungen der Polizei etwa 350 Menschen beteiligt, in Heilbronn etwa 200. Eine Gruppe von Kurden hat nach Polizeiangaben gegen das militärische Vorgehen der Türkeiin Syrien demonstriert. So hatten Unbekannte in der Nacht zum Sonntag eine türkische Moschee in Kassel beschmiert und mit Farbe besprüht. Die Militäroffensive in Syrien betrifft die Region Afrin, die auch Efrin geschrieben wird. In Minden in Nordrhein-Westfalen warfen Unbekannte mehrere Fenster am Sitz des türkisch-islamischen Moscheeverbands Ditib ein und bewarfen die Wände des Gebäudes mit Farbe, berichtet "Focus Online". Einen Farbanschlag gab es ebenfalls auf die türkische Ditib-Moschee in Leipzig. Dabei setzen die türkischen Streitkräfte offensichtlich auch deutsche Kampfpanzer ein.

Ditib ist die größte islamische Dachorganisation Deutschlands.


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