Kühe sollen Menschen vor Malaria schützen

Anopheles Mücken, im Volksmund auch Malaria-Mücken genannt, sorgen jedes Jahr für Millionen Malaria-Erkrankungen. Angezogen werden die Stechmücken von den Geruchsstoffen des menschlichen Schweißes

Anopheles Mücken, im Volksmund auch Malaria-Mücken genannt, sorgen jedes Jahr für Millionen Malaria-Erkrankungen. Angezogen werden die Stechmücken von den Geruchsstoffen des menschlichen Schweißes. Forscher aus Kalifornien arbeiten an einem Impfstoff, der den Schweißgeruch des Menschen auf Kühe übertragen soll und damit die gefährlichen Moskitos zu den Kühen lockt.

Historisch hat Malaria ihren Ursprung in Europa. In Italien, wie auch in Deutschland verbreitete sich Malaria. Die gefährlichste Variante der Malaria, die Tropenmalaria, ist heutzutage in Afrika anzutreffen. Die antiken Römer nannten die Krankheit „schlechte Luft“, da sie annahmen, dass die Luft in der Nähe von Seen für das Tropenfieber verantwortlich war.

Da die Mückenlarven im Wasser schlüpfen, verbreitet sich Malaria vorwiegend in Gebieten mit stehenden Gewässern.

Wissenschaftler vom kalifornischen Unternehmen ISCA Technologies forschen an einem Stoff, der Kühe nach menschlichem Schweiß riechen lässt und die Moskitos von Menschen weglocken soll. Für die Kühe und Ziegen besteht dabei keine Gefahr, da sie nicht an Malaria erkranken können. Der Impfstoff enthält ein Entwurmungsmittel, dass die Moskitos vergiftet. Die Dosis des Gifts bleibt einen Monat im Blutkreislauf der Tiere, somit ist eine monatliche Auffrischung der Behandlung notwendig.

Erste Erfolge zeigten sich bei Versuchen in Tansania, in denen die Kühe merklich öfter gestochen wurden, während die Zahl der gestochenen Menschen signifikant abnahm. Dort und in anderen Teilen der Dritten Welt gehören Kühe und Ziegen zu den wichtigsten Nutztieren.

Neben fester Kleidung eignen sich spezielle Moskitonetze und insektenabweisende Sprays als prophylaktische Mittel gegen Mückenstiche. Oftmals können sich die Einheimischen aus den besonders betroffenen Gebieten diese Mittel und selbst geeignete Kleidung kaum leisten.

Immerhin leben rund 40 Prozent der Weltbevölkerung in tropischen Gebieten und sind somit besonders gefährdet, an Malaria zu erkranken. Umso wichtiger ist die Forschung von Agenor Mafra-Neto, der chemischer Ökologe und auch der Geschäftsführer der Firma ISCA Technologies in Riverside in Kalifornien ist. 

Einen anderen Ansatzpunkt im Kampf gegen Malaria verfolgt die Universität Heidelberg. Das Forscherteam um Peter Dambach will mit Hilfe von Satellitenaufnahmen die Larven der Moskitos aufspüren und sie vor dem Schlüpfen vernichten.

Beide Forschungsansätze sollen dabei helfen, die Zahl der vielen Todesopfer der Malariaerkrankung einzudämmen und den betroffenen Menschen eine finanzierbare Prophylaxe gegen das Tropenfieber zu ermöglichen.

 Quellen: https://www.doktorabc.com/de

 

 


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