Schon eine Zigarette täglich gefährdet die Gesundheit

Selbst ein bisschen Rauch ist ungesund: "Ein großer Teil der Gesundheitsgefährdung entsteht bereits durch das Rauchen von nur wenigen Zigaretten pro Tag", so das Ergebnis einer Studie. Von wegen! Eine neue Studie des University College London und der University of London hat im Auftrag des Cancer Research UK eine neue Studie veröffentlicht, die sich mit den Folgen von einer Zigarette pro Tag beschäftigt.

Es gebe in einigen Ländern den Trend, dass starke Raucher nicht versuchen, ganz aufzuhören, sondern die Zigarettenmenge nur zu reduzieren. Im schlimmsten Fall kann eine KHK zu einem Herzinfarkt führen. Die KHK-Untersuchungen greifen auf 5,6 Millionen Teilnehmer, die für Schlaganfälle auf 7,3 Millionen Teilnehmer zurück (BMJ 2018, 360:j5855).

So erhöht sich laut der Studie bei einer Zigarette am Tag nicht nur das Risiko an einer Herzkrankheit zu erkranken drastisch, sondern auch die Gefahr einen Schlaganfall zu erleiden. Fünf Zigaretten machen in Relation zu 20 Zigaretten 55 bis 65 Prozent des erhöhten Risikos aus. Über die neuerliche Auswertung der Daten ermittelten sie das relative Risiko, das mit dem täglichen Konsum von einer, fünf und 20 Zigaretten verbunden ist. Demnach liegt das Risiko nicht - wie erwartet werden könnte - bei einem Zwanzigstel des Risikos. Denn bereits der gewohnheitsmäßige Konsum von einer Zigarette pro Tag verdoppelt das Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) und verdreifacht fast das Risiko für einen Schlaganfall.

Wenn Raucher die tägliche Menge an Zigaretten reduzieren, glauben sie oftmals, ihrer Gesundheit einen Bärendienst zu erweisen. Die Studie zeige, dass es keine sichere Untergrenze beim Rauchen gebe, so die Autoren. "Aber auch geringfügiges Rauchen ist immer noch ein bedeutendes Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall". Doch auch hier gilt: Ein Rauchstopp ist die gesündeste Wahl.


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