BAG sucht Schweizer Tollwut-Touristen

Das betroffene Paar hat sich beim Bundesamt für Gesundheit gemeldet und die nötige so genannte postexpositionelle Behandlung konnte vorgenommen werden. Die amerikanischen Gesundheitsbehörden informierten daraufhin das Bundesamt für Gesundheit (BAG), dass sich die beiden Schweizer Touristen möglicherweise mit dem Virus angesteckt haben, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Tollwut ist unbehandelt lebensgefährlich.

Laut dem CDC haben die zwei Personen am 10. Januar 2018 in der Stadt Naples eine Fledermaus vom Boden aufgehoben und in einer Tierklinik abgegeben. Doch das Paar konnte nicht mehr kontaktiert werden und weiß somit nichts von der Tollwut-Bedrohung.

Wenige Tage später wurde das Tier positiv auf Tollwut getestet.

Die Schweizer Behörden suchen ein Touristenpaar, das sich eventuell in einem USA-Urlaub mit Tollwut infiziert hat. Der Mann ist laut den behördlichen Angaben zwischen 50 und 60 Jahre alt und arbeitet in einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen. Die Behörden fordern das Paar auf, sich so rasch wie möglich mit dem Hausarzt oder dem Bundesamt für Gesundheit in Verbindung zu setzen.

Tollwut wird durch ein Virus, das über den Speichel ausgeschieden wird, verursacht. Zum Beispiel durch Bissverletzungen oder Speichelkontakt mit Haut- oder Schleimhautverletzungen kann das Virus auf einen anderen Wirt übergehen. Bis die Krankheit ausbricht, können Monate vergehen. Sobald erste Krankheitssymptome auftreten, verläuft eine Infektion mit dem Tollwutvirus tödlich.

So lange noch keine Symptome aufgetreten sind, kann Tollwut mit einer sogenannten postexpositionellen Impfung erfolgreich verhindert werden, schreibt das BAG.


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