Studie belegt Mücken meiden Menschen, die nach ihnen schlagen

Die Forscher nehmen an, dass die Mücken den Duft des Menschen, der sich gewehrt hat, mit einer unangenehmen Erfahrung verbinden. Beim nächsten Rundflug meiden die Insekten den Geruchsträger dann möglichst. Warum das so ist, wurde noch nicht herausgefunden.

Um mehr über das Verhalten der Tiere zu erfahren, kombinierten die Forscher im Labor bei einer Versuchsanordnung mit Gelbfiebermücken (Aedes aegypti) die Gerüche bestimmter Menschen und unangenehme Erfahrungen. In den Versuchen simulierte eine Vibrationsmaschine die Erschütterung beim Schlag nach dem Tier.

Mücken stechen ihre Opfer nicht wahllos, sondern ziehen bestimmte Menschen vor. Dabei mieden sie die Röhre, in der sie tags zuvor die unangenehme Erfahrung gemacht und den damit verbundenen Duft wahrgenommen hatten. Der Effekt ist einer Studie zufolge ähnlich stark wie der von Insektenabwehrmitteln.

Dabei fanden sie heraus: Es kann helfen, nach Mücken zu schlagen, um sie abzuwehren. Zudem sollen sich die Mücken tagelang an das Gelernte erinnerte haben. Das könnte bedeutsam sein für die Bekämpfung von Stechmücken und durch Mücken übertragene Krankheiten, betonen die Forscher. Sie lebt vor allem in den Tropen und Subtropen, kommt aber im Zuge des Klimawandels zunehmend auch in Europa vor.


Beliebt

VERBINDEN