Opel startet Produktion des neuen Corsa Ende 2019

Das teilte Opel-Chef Michael Lohscheller am Mittwoch (14. Februar) mit. Lohscheller sagte: "Dies bedeutet für das Werk Saragossa einen wichtigen Fortschritt und den Beginn einer neuen Ära". Eine wesentliche Voraussetzung für zukünftige Investitionen stellt die soziale Rahmenvereinbarung dar, die Ende Januar mit den Gewerkschaften abgeschlossen wurde. Die Mehrheit der Mitarbeiter hat einem Rahmenabkommen zugestimmt, das eine moderate Lohnentwicklung, stärkere Leistungsorientierung bei der Vergütung und flexiblere Arbeitszeitmodelle vorsieht. Unter Regie des PSA-Konzern wird die neue Generation ausschließlich aus Spanien kommen.

Bislang steht laut Opel nur fest, dass in Eisenach ein mittlerer Geländewagen auf einer PSA-Plattform gebaut werden soll. Zuletzt beschäftigte Opel in Saragossa 5389 Mitarbeiter, die 382.425 Fahrzeuge herstellten. Die Groupe PSA fertigt an diesem Standort außerdem die Modelle Opel Mokka X, Opel Crossland X sowie den Citroën C3 Aircross. Das Werk baut seit 1982 das Corsa-Modell. Die Entscheidung für Saragossa habe keine direkten Auswirkungen, sagte der Eisenacher Betriebsratsvorsitzende Bernd Lösche der Deutschen Presse-Agentur. In Eisenach sind 2017 noch rund 52 000 Corsas montiert worden. Ein zur gleichmäßigen Auslastung des Werkes dringend benötigtes zweites Modell wurde bislang nicht benannt.

Opel will ab 2020 seinen ersten rein elektrischen Kleinwagen Corsa vom Band laufen lassen.

Der Autobauer steht erheblich unter Druck, Kosten einzusparen. In den deutschen Werken herrscht Kurzarbeit. Bis zum Jahr 2024 soll es in allen europäischen Pkw-Baureihen von Opel jeweils eine Elektroversion geben, bekräftigt das Unternehmen nun seine Pläne. Nach jahrelangen Verlusten sollen die Rüsselsheimer bis 2020 profitabel werden.


Beliebt

VERBINDEN