Angeklagter in Terrorprozess von Stockholm gesteht

Zum Auftakt des Terrorprozesses um den Lastwagen-Anschlag von Stockholm hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Er habe einen gestohlenen Lkw in der Haupt-Einkaufstraße in eine Menschenmenge gelenkt, sagte sein Anwalt.

"Er hat fünf Menschen getötet und zehn Menschen verletzt". Die Anklage wirft dem aus Usbekistan stammenden Rachmat Akilow "Terrorismus" vor.

Beim Prozessauftakt in Stockholm ließ er erklären, Ziel seiner Tat sei gewesen, dass Schweden seine Beteiligung an der internationalen Koalition gegen den sogenannten "Islamischen Staat" beendet.

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft. Akilow hatte nach Justizangaben bereits gestanden, im April mit einem Lkw in eine Stockholmer Einkaufsstraße gerast zu sein, um "Ungläubige" zu töten. Der Angeklagte habe nicht nur fünf Menschen getötet, sondern auch riskiert, dass 150 weitere sterben oder schwer verletzt werden. Der Angeklagte gab sich als überzeugter Anhänger der IS-Miliz zu erkennen. Der mutmaßliche Attentäter war 2014 nach Schweden gekommen. Ein Urteil wird frühestens ab 9. Mai erwartet. Nach einer möglichen Gefängnisstrafe solle der Mann ausgewiesen werden. Nachdem sein Asylantrag abgelehnt worden war, tauchte er ab.


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