Deutsche Wirtschaft bleibt zum Jahresende auf Wachstumskurs

Damit wuchs die deutsche Wirtschaft das achte Jahr in Folge. Das ist das kräftigste Wachstum seit 2011. "Der in der Grundtendenz starke und breit abgestützte konjunkturelle Aufschwung in Deutschland wird dadurch nicht beeinträchtigt", hieß es im jüngsten Monatsbericht der Notenbank.

Das Statistische Bundesamt bestätigte auch vorläufige Daten, wonach das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 2,2 Prozent zugelegt hat.

Die Konsumausgaben der Verbraucher, die Vergangenheit die Konjunktur angetrieben hatten, lagen in etwa auf dem Niveau des Vorquartals. Auch die gestiegene Investitionslust der Unternehmen im Inland trug zum Konjunkturboom bei. Die Unternehmen investierten zum Jahresende mehr in Maschinen und andere Ausrüstungen. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen eine Konjunkturstütze bleiben. Das BIP in den 19 Euro-Ländern stieg zwischen Oktober und Dezember um 0,6 Prozent zum Vorquartal.

Getragen wurde die Entwicklung im vergangenen Jahr vor allem von positiven Impulsen aus dem Inland: Die Verbraucher sind in Kauflaune, die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist historisch günstig, und Sparen wirft wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) kaum noch etwas ab. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,7 Prozent.

Führende Ökonomen rechnen in diesem Jahr mit einer Fortsetzung des Konjunkturbooms.

Die Wirtschaft der Eurozone ist auch zum Jahresende 2017 robust gewachsen. Die geschäftsführende Bundesregierung ging zuletzt von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 2,4 Prozent aus. "In diesen Tagen zeigt Deutschland zwei Gesichter: Das bekannte einer leistungsstarken Wirtschaft und das unbekannte einer fragilen Politik".


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