Donald Trump will Raumstation ISS privatisieren

Februar, 10.37 Uhr: Die US-Regierung will einem Bericht zufolge aus der Finanzierung der Internationalen Raumstation (ISS) aussteigen.

Das Ende der finanziellen Beteiligung des Weißen Hauses heißt aber nicht, dass das führende Forschungsprojekt beendet werden soll. "Es ist möglich, dass die Industrie beginnen könnte, bestimmte Teile oder Fähigkeiten der ISS als Teil einer künftigen kommerziellen Plattform weiterzubetreiben", geht aus dem Dokument zum Weltraumlabor hervor, das die USA in der Entwicklungsphase mit rund 82 Milliarden Euro bezuschusst hatten. Die NASA wollte zu dem Bericht auf Anfrage vorerst keine Stellungnahme abgeben. Die Pläne dürften auf heftigen Widerstand stoßen.

Bis jetzt investierten die USA mehr als drei Milliarden Euro jährlich in die Raumstation.

Der Grundstein für die ISS war vor 20 Jahren mit einem internationalen Abkommen gelegt worden. Unklar ist, welchen Nutzen private Unternehmen von der Übernahme der alternden Station haben könnten, deren erstes Element im November 1998 in die Umlaufbahn gebracht wurde. Beteiligt sind neben den USA auch Russland, die EU, Japan und Kanada. Seit der Präsidentschaft von George W. Bush (2001-2009) hat die Nasa vermehrt Aktivitäten an die Privatwirtschaft ausgelagert.


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