Höcke bei AfD-Aschermittwoch bejubelt - Poggenburg sorgt für Eklat

"Ich wüsste auch nicht, welche Grundauffassung von Pegida für die AfD nicht akzeptabel sein sollte", sagt der AfD-Landes- und Fraktionschef von Sachsen-Anhalt. "Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Abstammung diskriminiert, muss sich vorhalten lassen ein Rassist zu sein", sagte Maas dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND, Freitag).

Die beleidigenden Formulierungen von Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg über die Türkische Gemeinde sind für Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) indiskutabel. Zugleich äußerte er Kritik an der doppelten Staatsbürgerschaft, die nichts anderes hervorbringe "als heimat- und vaterlandsloses Gesindel". "Sie hat vielen Migranten die Integration erleichtert", sagte Maas. "Ich hoffe, dass sich die Bürger dieses Landes nicht vor diesen Karren spannen lassen", fügte das Staatsoberhaupt hinzu. Der AfD-Parteivorsitzende Alexander Gauland wollte die Äußerungen Poggenburgs nicht verurteilen. Der Ko-Vorsitzende Jörg Meuthen distanzierte sich hingegen von den Aussagen. "Wir müssen die kritische Auseinandersetzung mit der Gesinnung der AfD führen".

Meuthen erklärte: "Am Aschermittwoch geht es bekanntermaßen gerne mal verbal auch etwas derber zu".

Poggenburg hatte beim politischen Aschermittwoch seiner Partei im sächsischen Nentmannsdorf die Kritik der Türkischen Gemeinde in Deutschland an der geplanten Schaffung eines Heimatministeriums aufgegriffen. Derartige Ausfälle seien auch nicht mit der besonderen Atmosphäre des Politischen Aschermittwochs zu entschuldigen. "Eine direkte Beleidigung oder Herabsetzung anderer Nationalitäten liegt mir völlig fern", schrieb Poggenburg in einer Stellungnahme.


Beliebt

VERBINDEN