Instrumentenfehler könnten zu Jet-Absturz geführt haben

Moskau - Vereiste Geschwindigkeitsmesser könnten nach ersten Untersuchungen zum Absturz des russischen Flugzeugs mit 71 Toten bei Moskau geführt haben. Das Flugzeug war unterwegs ins knapp 1500 Kilometer weit entfernte Orsk nahe der Grenze zu Kasachstan. Die meisten Fluggäste seien Bewohner des Gebietes Orenburg, zu dem Orsk mit rund 230000 Einwohnern gehört. Einer der beiden "Black Boxes" habe zwar leichte Schäden, teilte der Zivilschutz des Moskauer Umlands mit.

Ein russisches Passagierflugzeug ist in der Nähe von Moskau abgestürzt.

Unter den Opfern waren laut der Passagierliste auch ein Schweizer, ein Aserbaidschaner sowie drei Kinder. Mehrere Ursachen kämen in Betracht, von menschlichem Versagen bis zu den schlechten Wetterbedingungen, teilte das Verkehrsministerium mit. Dreieinhalb Minuten später schlug die Maschine auf einem Feld rund 80 Kilometer südöstlich von Moskau auf. Die Einsatzkräfte fanden zwei Flugschreiber, die nun ausgewertet werden sollen. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus.

Rund 900 Einsatzkräfte waren zu Wochenbeginn an der Unglücksstelle damit beschäftigt, die Wrackteile nach Hinweisen zur Absturzursache zu durchsuchen und die sterblichen Überreste der Passagiere zu bergen. Der Einsatzort ist bislang nur zu Fuß, per Hubschrauber oder per Schneemobil erreichbar. Teilweise mussten sie sich bei Schneefall durch hüfthohen Schnee kämpfen. Die Trümmerteile sind im Umkreis von etwa 30 Hektar verteilt. Die Airline gab dennoch am Montag bekannt, die Maschinen des Typs vorerst nicht einzusetzen. Sie ist eine zweistrahlige Maschine für Regionalflüge und wird vom ukrainischen Hersteller Antonow gebaut.


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